|
Zu den Fremdbildern im Westen über Slowenien gibt es grob
gesagt 3 Kategorien:
- Die Ahnungslosen, die immer noch Slowenien, Slawonien und Slowakei
verwechseln.
- Die Menschen mit Vorurteilen, die Slowenien in den sozialistisch-postsozialistischen-Ex-Jugoslawien-Balkan-Topf
schmeissen und
- die EU Euphorischen, die Slowenien als EU-Musterschüler
sehen, der neben dem gutem Willen auch eine florierende Wirtschaft
mitbringt.
In Slowenien selbst gab es harte Kritik gegen den EU- und im Schlepptau
dazu den Nato-Beitritt. Seit dem Mord an Djindjic in Serbien hat
das Barometer allerdings umgeschlagen. Beim Referendum Ende März
votierte die serbische Bevölkerung in einer 60prozentigen Wahlbeteiligung
sowohl für den EU- als auch den Nato-Beitritt.
Doch einige kritische Stimmen haben sich gehalten - dazu gehört
auch Vsalla Jalusic, sie ist Direktorin des Mirovnic Instituts -
dem Friedeninstitut in Ljubljana, das sich intensiv mit Themen wie
Anti-Nato, Sozialforum, Minderheiten oder Gender beschäftigt.
Jalusic ist spezialisiert auf die sozialen und politischen Studien
- und sie ist Mitglied im neu geründeten Forum für die
Linken, die sich gegen die Nato-Vereinnahmung Sloweniens und den
politischen Kurs wehren.
Im Interview erklärt sie, was genau sich hinter dem Forum
für die Linken verbirgt und wie es entstanden ist.
|