Magazin - 04.06.03
Slowenien: Haltung zum EU-Beitritt
Kritische Stimmen aus dem Forum für die Linken

Zu den Fremdbildern im Westen über Slowenien gibt es grob gesagt 3 Kategorien:

  • Die Ahnungslosen, die immer noch Slowenien, Slawonien und Slowakei verwechseln.
  • Die Menschen mit Vorurteilen, die Slowenien in den sozialistisch-postsozialistischen-Ex-Jugoslawien-Balkan-Topf schmeissen und
  • die EU Euphorischen, die Slowenien als EU-Musterschüler sehen, der neben dem gutem Willen auch eine florierende Wirtschaft mitbringt.

In Slowenien selbst gab es harte Kritik gegen den EU- und im Schlepptau dazu den Nato-Beitritt. Seit dem Mord an Djindjic in Serbien hat das Barometer allerdings umgeschlagen. Beim Referendum Ende März votierte die serbische Bevölkerung in einer 60prozentigen Wahlbeteiligung sowohl für den EU- als auch den Nato-Beitritt.

Doch einige kritische Stimmen haben sich gehalten - dazu gehört auch Vsalla Jalusic, sie ist Direktorin des Mirovnic Instituts - dem Friedeninstitut in Ljubljana, das sich intensiv mit Themen wie Anti-Nato, Sozialforum, Minderheiten oder Gender beschäftigt.
Jalusic ist spezialisiert auf die sozialen und politischen Studien - und sie ist Mitglied im neu geründeten Forum für die Linken, die sich gegen die Nato-Vereinnahmung Sloweniens und den politischen Kurs wehren.

Im Interview erklärt sie, was genau sich hinter dem Forum für die Linken verbirgt und wie es entstanden ist.

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Audiobeiträge
Wally Geyermann im Interview mit Vsalla Jalusic, Mitglied im Forum für die Linken
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