Magazin - 02.07.03
Wer es sich leisten kann, hat eine ...
Haushaltshilfen in Deutschland - Kampf um minimale Menschenrechte

In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der bezahlten Haushaltshilfen in Deutschland stetig gestiegen. Hausarbeiterinnen sind meistens Migrantinnen. Bei Migrantinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus ist die Gefahr der Ausbeutung hoch.

Die Beratunsstelle "FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht" in Frankfurt, ein Modellprojekt des Landes Hessen, beschäftigt sich unter anderem auch mit dem Thema Hausarbeiterinnen.

Andrea Bohde, Mitarbeiterin von FIM, erklärt, daß die Organisation verschiedene Gruppen von Migrantinnen berät und betreut: Heiratsmigrantinnen, Frauen, die in der Prostitution arbeiten, Frauen im informellen Arbeitsmarkt - hierunter fallen die Hausarbeiterinnen, Opfer von Menschenhandel.

Laut Andrea Bohde besitzen die meisten Haushaltshilfen keinen legalen Aufenthaltsstatus. Die größten Probleme für die Frauen sind die Gesundheitsversorgung, Belästigung - auch durch den Arbeitgeber und eine ausbeuterische Arbeitssituation (der Lohn wird nicht bezahlt oder es wird eine längere Arbeitszeit verlangt als vereinbart u.ä.).

Die dringendste Forderung von FIM ist, auch den illegalen Migrantinnen einen Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewähren - und zwar ohne Angst vor Abschiebung.

Desweiteren setzt sich FIM dafür ein, daß den Frauen eine Möglichkeit gegeben wird, sich bei Diskriminierung, Belästigung oder ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zur Wehr zu setzen. Eigentlich wird nur um einen minimalen Standard an Menschenrechte für diese Menschen gekämpft.

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Simone Fischer im Interview mit Andrea Bohde, Mitarbeiterin von "FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht"
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