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In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der bezahlten Haushaltshilfen
in Deutschland stetig gestiegen. Hausarbeiterinnen sind meistens
Migrantinnen. Bei Migrantinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus ist
die Gefahr der Ausbeutung hoch.
Die Beratunsstelle "FIM - Frauenrecht ist Menschenrecht"
in Frankfurt, ein Modellprojekt des Landes Hessen, beschäftigt
sich unter anderem auch mit dem Thema Hausarbeiterinnen.
Andrea Bohde, Mitarbeiterin von FIM, erklärt, daß die
Organisation verschiedene Gruppen von Migrantinnen berät und
betreut: Heiratsmigrantinnen, Frauen, die in der Prostitution arbeiten,
Frauen im informellen Arbeitsmarkt - hierunter fallen die Hausarbeiterinnen,
Opfer von Menschenhandel.
Laut Andrea Bohde besitzen die meisten Haushaltshilfen keinen
legalen Aufenthaltsstatus. Die größten Probleme für
die Frauen sind die Gesundheitsversorgung, Belästigung - auch
durch den Arbeitgeber und eine ausbeuterische Arbeitssituation (der
Lohn wird nicht bezahlt oder es wird eine längere Arbeitszeit
verlangt als vereinbart u.ä.).
Die dringendste Forderung von FIM ist, auch den illegalen Migrantinnen
einen Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewähren - und zwar
ohne Angst vor Abschiebung.
Desweiteren setzt sich FIM dafür ein, daß den Frauen
eine Möglichkeit gegeben wird, sich bei Diskriminierung, Belästigung
oder ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zur Wehr zu setzen.
Eigentlich wird nur um einen minimalen Standard an Menschenrechte
für diese Menschen gekämpft.
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