Schwerpunkt - 23.07.03
GMES soll Flüchtlingsströme kontrollierbar machen
Schwesterprogramm Galileos zur "Sicherheitsüberwachung"

Ein in der Öffentlichkeit noch nicht sehr beachtetes Schwesterprogramm Galileos titelt sich GMES, das Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachungsprogramm.

Was GMES feststellt, soll von Galileo verwaltet werden. Eine Funktion von GMES soll sein, Flüchtlingsströme in den armen Regionen der Welt kontrollierbar zu machen - wohlweislich unter dem Deckmäntelchen der humanitären Hilfe doch mit der eigentlichen Berechnung, sich besser organisiert die Flüchtlinge vom Hals zu halten.

Auf der offiziellen Webseite der European Space Agency ESA ist eine Verlautbarung der Organisation Ärzte ohne Grenzen zu finden. Sie bedanken sich für die Bereitstellung von topographischem Kartenmaterial, welches ein besseres Arbeiten für sie ermöglicht.

"Wir sind überzeugt, dass Satellitendaten uns und anderen humanitären Organisationen helfen kann, Menschen, die unsere Hilfe brauchen zu unterstützen." schreibt dort Koen Van de Cauter, belgischer Projektmanager bei Ärzte ohne Grenzen. Die Gewinnung des Kartenmaterials wird gestützt vom Satellitenbetriebenen Data User Programme (DUP), dieses wiederum unterstützt von GSE, einem Schlüsselelement von GMES.

Der gute Name von Ärzte ohne Grenzen wird zwar nicht schwarz auf weiß in direkten Zusammenhang mit GMES gebracht, der logistische besteht zweifelsohne. Die moralisch nicht angreifbare und unterstützenswerte NGO soll auf die ESA abstrahlen.

Nach einigem Telephon Routing von Berlin über Amsterdam nach Brüssel sprach ich endlich mit einem Mitarbeiter von ÄoG, der zwar etwas über GMES wusste, allerdings eine Zusammenarbeit in dem Sinne nicht sieht.

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Galileo besteht aus einer Konstellation von 30 Satelliten auf drei kreisförmigen Umlaufbahnen in einer Höhe von etwa 24.000 km über der Erdoberfläche. Die Satelliten sollen durch ein weltweites Netz von Bodenstationen unterstützt werden.

Das Galileo Projekt soll in drei Phasen umgesetzt werden und ab 2008 in Betrieb gehen

  1. Entwicklung und Validierung in der Umlaufbahn (2002-2005)
     
  2. Errichtung der Satelliten und der Bodenstationen (2006-2007)
     
  3. Kommerzieller Betrieb (ab 2008)
 
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