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In allen osteuropäischen Ländern, in denen Roma starke
Minderheiten stellen, wurden innerhalb kurzer Zeit politische Parteien
sowie demokratische und sozial-kulturelle Vereinigungen gegründet.
In Rumänien, in der Tschechischen Republik, in der Slowakischen
Republik und in Ungarn konnten KandidatInnen der Roma in das Parlament
einziehen.
Der politische Einfluss der Roma ist allerdings in keinem der Länder
Osteuropas angemessen. Eine gezielte, intensivere kulturelle und
wirtschaftliche Förderung dieser Volksgruppe ist dringend nötig,
ebenso wie Initiativen zum Abbau von Vorurteilen gegenüber
Roma.
- So sind in Bulgarien Roma häufig Opfer polizeilicher
Schikanen und Übergriffe.
- In Rumänien kam es zwischen 1990 bis 1994 zu etwa
30 pogromartigen Ausschreitungen gegen Roma. Die Polizei schützte
die Betroffenen entweder gar nicht oder nicht wirksam genug; die
dafür Verantwortlichen wurden bis dato nicht verurteilt.
- In der Tschechischen und der Slowakischen Republik
sowie in Ungarn kommt es seit Jahren immer wieder zu gewalttätigen
Übergriffen von Skinheads auf Roma.
In Deutschland werden Asylanträge von Roma-Flüchtlingen
meist abgelehnt und diese in ihr Herkunftsland abgeschoben, wie
es aktuell bei den Kosovo-Roma der Fall war. Dabei werden Menschenrechtsverletzungen
an Roma in ihren Heimatländern außer Acht gelassen.
Dazu kommt die katastrophale sozioökonomische Lage der Roma:
Viele leben unterhalb des Existenzminimums und die Arbeitslosigkeit
ist überdurchschnittlich hoch.
In Ungarn sind Roma seit Jahrhunderten ein wichtiger
Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.
Doch immer wieder wurden sie konfrontiert mit Diskriminierung und
Progromen - oder zwanghafter Assimilierung, wie sie im 18. Jahrhundert
unter Kaiserin Maria Theresia in der K und K Monarchie v.a. in Ungarn
zum Tragen kam. Das dunkelste Kapitel erlitten die Roma unter Besatzung
des Naziregimes. Während der kommunistischen Ära wurde
die Roma-Kultur toleriert, doch nicht akzeptiert.
Von einem gleichberechtigtem Miteinander in der Jetztzeit werden
die Roma-Menschen in Ungarn, wie in den meisten anderen EU Staaten
auch, noch weit entfernt gehalten. Neben der Gesellschaft
für bedrohte Völker ist vor allem das European
Roma Rights Center engagiert und bemüht, mit seiner Arbeit
die angemessene Unterstützung der Roma in den EU Ländern
und ihre Förderung als nationale Minderheiten voranzubringen.
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