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Auf der Internet-Seite des "Bundes der Vertriebenen"
heißt es:
"Das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN will in Berlin eine Dokumentations-
und Begegnungsstätte errichten, die ausgehend vom national
erfahrbaren Schicksal der deutschen Vertriebenen den Blick auch
auf das Vertreibungsschicksal anderer Völker lenkt, um international
die Ächtung solcher menschenrechtsverachtender Politik zu erreichen."
Diese Idee wird in Kreisen polnischer PolitikerInnen nicht gerade
begeistert aufgenommen. Vergangenen Freitag verabschiedete das polnische
Parlament eine Erklärung, in der es anmahnte, dass Mitglieder
der EU und des Europaparlaments sich dafür einsetzen sollen,
dass die Verantwortung für den zweiten Weltkrieg und Kriegsverbrechen
nicht weggewischt werden soll.
Öffentlich wurde erstmals 1999 beim Tag der Heimatvertriebenen
in Berlin davon gesprochen, ein solches Zentrum gegen Vertreibung
zu errichten. Im September 2000 gründete der Bund der Vertriebenen
dann eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel ein solches Zentrum
zu schaffen.
Erika Steinbach, die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen,
und außerdem CDU-Politikerin, möchte das "Zentrum
gegen Vertreibung" gerne "in räumlicher und geschichtlicher
Nähe zum Holocaustmahnmal" sehen. Deshalb möchte
sie dieses Zentrum in Berlin. Vorbild soll, wenn es nach Steinbach
geht, das Holocaust Memorial Museum in Washington sein.
Von deutschen PolitikerInnen wurde die Idee vom "Zentrum gegen
Vertreibung" kontrovers diskutiert. Bundesinnenminister Schily
unterstützte mehrmals die Forderungen des Bundes der Vertriebenen.
Ebenso Peter Glotz von der SPD. Im Gegensatz dazu sprach sich Gerhard
Schröder gegen ein Zentrum gegen Vertreibung in Berlin aus,
weil er darin die Gefahr sieht, dass hier einseitig das Unrecht
das Deutschen widerfahren sei dargestellt werden würde.
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