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Im 13. Jahrhundert wird das Gebiet des heutigen Lettland vom Deutschen
Orden kolonialisiert und nach dessen Untergang im 16. Jahrhundert
unter Polen und Schweden aufgeteilt. 1721 fällt der nördliche,
1795 der südliche Teil Lettlands an Russland. Der deutsch-sowjetrussische
Friedensvertrag von Brest-Litowsk beschert dem lettischen Volk 1918
erstmals in seiner Geschichte die politische Unabhängigkeit.
Erst 1920 im Frieden von Riga wird die Republik Lettland von Sowjetrussland
anerkannt, 1940 als "Lettische Sozialistische Sowjetrepublik"
annektiert. 1988 formiert sich die lettische Volksfront für
demokratische Reformen. Nach deren Wahlsieg proklamiert das neue
lettische Parlament am 4. Mai 1990 die Souveränität des
Landes und setzt Teile der Verfassung von 1922 wieder in Kraft.
Die letzten russischen Truppen verlassen Lettland 1994.
2,34 Millionen EinwohnerInnen leben derzeit in Lettland, davon
29,1% RussInnen.
Das Ende der Sowjetunion und die russiche Finanzkrise im August
1998 wurden zum wirtschaftlichen Fiasko für Lettland, Arbeitslosigkeit
ist seitdem eines der größten Probleme. Gerade die Industrie,
die einst die Wirtschaft ankurbeln sollte, bereitet heute massiven
Probleme. denn der komplette Markt im Osten ist weggebrochen.
Eine starke Umorientierung nach Westen folgte auf den Fuß
und Lettland schaut beinahe blind hoffnungsvoll auf die EU, zu deren
Beitritt vor kurzem die lettische Bevölkerung mit einem "Ja"
votierte.
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