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Kürzlich reiste eine Vertretung der EU- Kommission in Persona
Silvio Berlusconi und Romano Prodi in die Volksrepublik China. Vor
allem Handelsabkommen sollten diskutiert werden.
Berlusconi sprach nach dem Treffen von einem Quantensprung in den
Beziehungen und Prodi stellte Peking überraschend ein baldiges
Ende des 1989 verhängten Waffen-Embargos in Aussicht. Zudem
wurde China als Partner des Europäischen Satelliten Navigationssystems
Galileo mit ins Boot geholt. Chinas Premier Wen Jiabao äußerte,
"Es ist Chinas Hoffnung, dass die Europäische Union
unser größter Partner in Wirtschafts- und Handelsbeziehungen
wird."
MenschenrechtlerInnen kritisierten die China Politik der EU aufs
schärfste: "Wer heute in die Volksrepublik China reist,
ohne schwerste Menschenrechtsverletzungen zu einem zentralen Thema
der politischen Gespräche zu machen, muss sich fragen lassen,
ob Menschenrechte überhaupt einen Stellenwert in der gemeinsamen
Außenpolitik der EU haben." sagte Ulrich Delius,
Referent der Gesellschaft für bedrohte Völker für
Asien.
Wally Gayermann sprach mit Dirk Pleiter, China-Experte von Amnesty
International, der die wirtschaftsdominierte Gesprächsebene
zwischen der EU und China ebenfalls anprangert.
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