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Auch in Deutschland gibt es immer noch Prozesse wegen Protesten
gegen den EU-Gipfel 2001 Ein massives Polizeiaufgebot und Repressalien
gegen Demonstrierende bei EU-Gipfeln und Sozialforen sind ein alter
Hut. Der Rattenschwanz von Prozessen gegen AktivistInnen findet
in den breiten Medien kaum Beachtung. Zweieinhalb Jahre ist der
EU-Gipfel in Göteborg her und immer noch finden Prozesse deswegen
statt. Allerdings nicht nur in Schweden, sondern auch in Deutschland.
Und die Staatsanwaltschaften, besonders die in Berlin, fallen durch
besonderen Eifer auf. Die letzte Hausdurchsuchung ist eine gute
Woche her, ein Verdächtiger wurde sogar beim joggen gefilmt um ein
Bewegungsprofil von ihm zu erstellen.
Gegen etwa 10 Personen wird noch ermittelt, die genaue Zahl ist
auch Wolfgang Kaleck nicht bekannt. Ob sie ähnlich ungeschoren davonkommen,
steht in den Sternen. Schließlich wurden in Deutschland schon zwei
Personen wegen Protesten in Göteborg zu Haftstrafen von ein und
zwei Jahren verurteilt.
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