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Geschichte
Im 9.Jahrhundert wird die Slowakei zu einer ungarischen Provinz
zu Ober-Ungarn. Die Bestrebungen, mehr politische Eigenständigkeit
zu erlangen, scheitern wiederholt im Laufe des 19.Jahrhunderts.
Nach dem Zusammenbruch der k.u.k.- Monarchie kann die Slowakei ihre
Selbstständigkeit gegenüber Ungarn behaupten. 1918 geht
die Slowakei ein Bündnis mit den böhmischen Ländern
ein, welches als Tschechoslowakei einen unabhängigen Staat
bildet. Während des Zweiten Weltkrieges führt der Slowakische
Nationalaufstand 1944 zum Austritt aus dem Dreimächtepakt.
1948 erfolgt die Machtübernahme der Kommunisten in der Tschechoslowakei.
Nach der politischen Wende 1989 wird die friedliche Trennung der
beiden Staaten vorbereitet, und 1993 tritt der Beschluss zur Auflösung
der Tschechoslowakei in Kraft: und die Slowakische Republik entsteht
als unabhängiger Staat. Seit März 2000 führte die
Slowakei als Mitglied der Helsinki-Gruppe Beitrittsverhandlungen
mit der EU.
Aktuell
Die Hauptstadt der Slowakei ist Bratislava die Bevölkerungszahl
beläuft sich auf 5,4 Mio. EinwohnerInnen.
Staatspräsident ist seit 1999 Rudolf Schuster, ein vehementer
Befürworter des Nato und EU Beitritts. Regierungschef ist seit
1998 Mikulas Dzurinda. Er ist Mitglied der Slowakisch-Demokratischen
und Christlichen Union (SKDU).
Im September 2003 wurde in der Slowakei gewählt. Erstmalig
nach der Regimewende vor dreizehn Jahren ist im Parlament seither
auch eine kommunistische Partei, die KSS mit 6,3 Prozent vertreten.
Obwohl die Partei HZDS des Nationalisten und alten Premier Vladimir
Meciar die meisten Stimmen erhielt, erklärten sich die anderen
Parteien nicht zur Zusammenarbeit mit ihr bereit. Es wurde ein Mitte-Rechts-Bündnis
von vier programmatisch dicht beieinander liegenden Parteien beschlossen.
Damit konnte Dzurinda seinen Ministerpräsidentenposten aufrechterhalten.
Ebenfalls im Jahr 2003 fand die Volksabstimmung zum EU Beitritt
statt, bei der 92 Prozent der Bevölkerung mit Ja stimmten.
Probleme
Ein großes Problem für die Slowakei ist die steigende
Arbeitslosigkeit, die bei knapp 20 Prozent angekommen ist.
Ein weiteres Problem stellt die ungarische Minderheit im Süden
des Landes dar, die knapp zehn Prozent der Gesamtbevölkerung
darstellen und sich von der Regierung von Vladimir Meciar (1994-1998)
unterdrückt fühlte. Die Verbesserung ihres Status ist
Teil des aktuellen Regierungsprogramms. Die Ungarische Volkspartei
(PPH) ist derzeit mit drei Ministern in der Regierungskoalition
vertreten.
Für weiteren sozialen Zündstoff sorgt, wie im benachbarten
Tschechien auch, die Minderheit der Roma. Die Roma haben unter einer
mangelnden Integration, rassistischen Vorurteilen und einer hoher
Arbeitslosigkeit zu leiden. Erst langsam werden von Seiten der Regierung
Integrationsprogramme und Hilfsmassnahmen installiert.
Interview
Mato, Mitglied der CSAF, der tschechisch slowakischen Anarchistischen
Vereinigung spricht im Interview er über Entwicklung der Bewegung,
das aktuelle Programm, seine Einstellung zum EU-Beitritt und die
soziale Lage in der Slowakei.
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