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Helen lerne ich an einem der redseligen Abende in der Xlan Kneipe
kennen. Sie arbeitet am Kaliningrader Zentrum für zeitgenössische
Kunst und wir vereinbaren einen Termin, damit ich mehr über
ihre Arbeit und die ihres Teams erfahren kann.
Am nächsten Morgen bei strömendem Schneeregen und aufgeschwemmten
Schneematsch treffen wir uns vor dem Hotel Moskau, in dessen Rückgebäude
das kleine Büro des NCCA untergekommen ist.
Das russische Zentrum für Zeitgenössische Kunst NCCA
existiert seit 1993. Bis dato existieren nur 5 Abteilungen in verschiedenen
russischen Großstädten - die in Kaliningrad formierte
sich erst 1997. Ich treffe zuerst auf Dimitry Bulatov - er ist die
Soundpoetry Choryphäe Russlands. Zwei Anthologien betitelt
Homo Sonorus und Biomedial hat er im Namen des Zentrums bereits
veröffentlicht. Sie sind die ersten russischen Publikationen
mit dem Focus auf Entwicklung und Trends in der internationalen
Sound Poetry Szene und enthalten Arbeiten von über 100 KünstlerInnen
und Künstlern aus 22 Ländern.
Bulatov wollte die Interaktion Gesellschaft und moderne Technologie
und ein breites internationales Spektrum aufzeigen - u.a. die deutsche,
österreichische, kanadische, US amerikanische Schule und OffSound
Poetry werden in Bild, Ton und Text beleuchtet, die Texte sind in
russisch, englisch und spanisch verfasst. Ein immenses Netzwerk
und ein großes Wissen und Können war für diese Anthologien
aufzubieten.
Auf die Frage, ob in Kaliningrad interessante Sound Poetry Leute
aktiv seien, meint Dimitry trocken - außer mir Nein.
Das mag snobistisch anmuten, doch in der Tat gibt es nur einen sehr
kleinen Zirkel von aktiven Leuten um das Kaliningrader ContArt Zentrum.
Nur an die 15 Personen, die so gut wie alle ein zweites Standbein
in Sparten wie Fotografie, Musik, Architektur haben.
Ich unterhalte mich auch mit Elena Tsvetaeva, der Direktorin des
Zentrums.
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