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Der
Theatermacher Jewgenij Grischkowez lebt und arbeitet seit 1994 in
Kaliningrad. Seine Texte und Inszenierungen entstehen immer aus
der Improvisation heraus, er gilt als Erfinder der russischen Performance.
Er ist der neue Star des russischen Theaters: Seit 1998 hagelt
es prestigeträchtige Auszeichnungen wie die "goldene Maske"
oder den "Antibooker Literaturpreis". Mit seinem autobiografischen
Monolog "Wie ich einen Hund gegessen habe" wurde er zur
Hauptfigur des NET-Festivals des Neuen Europäischen Theaters
in Moskau.
Das einstige "Ausnahmephänomen Grischkowez " gibt
es allerdings nicht mehr: "Mittlerweile sprechen sogar Studierende
an den Unis über meine Texte. Das ist ein seltsames Gefühl.",
meint er . Viel spekuliert wird auch hierzulande über das Label
"Neuer Sentimentalist". Das hat der unscheinbar und sympathisch
wirkende Grischkowez sich selber umgehängt - ein wenig unbesonnen,
meinen einige . Mit Wolgaromantik jedenfalls hat das nichts zu tun,
sehr wohl aber mit einer großen Liebe zu den kleinen Dingen,
denn das Banale ist bei ihm hohe Kunst.
Die Kaliningrader Popelektro Formation Bigoudi hat mit Grischkowez
eine Platte aufgenommen - ein sehr spontanes Werk, erzählt
Maxim. Ein schnelles Treffen im Studio, Grischkowietz verlas Texte
und Bigoudi improvisierte die Musik Maxim ist der Kopf von Bigoudi.
Er ist DJ, hat neben Bigoudi noch ein Noise- und ein Kunstprojekt
namens Membran und ihn treffe ich für ein Interview in der
Xlan Kneipe , wo wir eh die meisten unserer Kaliningrad Abende verbrachten.
Bigoudi und Grischkowietz waren im Jahr 2003 mit ihrer Produktion
häufig am touren und ich fragte Maxim, ob sich diese Auftritte
in diesem Jahr fortsetzen würden.
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