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Die höchste Erhebung Maltas liegt direkt an der Küste,
in der Nähe einer Touristenanlage und ist 85 Meter hoch. Maghtab
heißt der Berg. Maghtab ist eine gigantische Müllkippe.
Den ganzen Tag laden die Müllaster aus allen Teilen der Insel
ihre stinkende Fracht auf dem Gipfel des Hügels ab. Planierraupen
schieben riesige Steinquader vor sich her, um den Müll abzudecken.
Salina bay im Nordosten von Malta gehörte einst zu den schönsten
Ecken der Insel. Doch mittlerweile dominiert die riesige Mülldeponie
die Landschaft. Bauschutt, Industrieabfall und Hausmüll, Reste
von Tierkadavern und medizinische Abfälle wollen UmweltschützerInnen
bei Stichproben hier schon gefunden haben.
Berichte zeigen, dass die Deponie im höchsten Masse giftig
und umweltgefährdend ist. Der Müllberg direkt am Meer.
Und die Regierung selbst hat diese Küstenregion für SchwimmerInnen
sperren lassen.
Die Deponie ist weder zum Meer noch zum Grundwasser hin abgedichtet.
Regelmäßige Umweltkontrollen finden nicht statt. Im Zuge
des EU-Beitritts muss Malta die Deponie schließen. Doch niemand
weiß, was mit dem Müll in Zukunft passieren soll. Die
Regierung plant, mit den Abfallmassen stillgelegte Steinbrüche
aufzufüllen. Dagegen protestieren DenkmalpflegerInnen und andere
Lobbygruppen. Denn die Steinbrüche befinden sich in der Nähe
von prähistorischen Sehenswürdigkeiten.
Malta ist so klein. Egal wo man den Müll hinschüttet.
Er ist immer im Weg.
Das Beste wäre also, erst gar keinen Müll entstehen zu
lassen, zum Beispiel indem man so viele Wertstoffe wie möglich
recycelt. Voraussetzung dafür ist, dass die MalteserInnen ihren
Abfall trennen. Das sind sie aber nicht gewohnt, denn für die
Mülltrennung besteht auf Malta keine Pflicht. So praktizieren
bisher nur wenige Unternehmen und Hotels Abfalltrennung. Im privaten
Bereich fehlen finanzielle Anreize, um Abfall zu vermeiden, denn
die Müllabfuhr ist bis dato kostenlos.
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