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Der türkisch-zypriotische Volksgruppenführer, Rauf Denktas,
regiert seit 1974 den Norden und stellt sich seither vehement gegen
eine Lösung des Konflikts. 1983 rief er die "Türkische
Republik Nordzypern (TRNZ)" aus, die allerdings nur von der
Türkei diplomatisch anerkannt wurde.
Ende März 2003 gingen 50.000 türkische Zyprioten auf
die Straße, um gegen Denktas und für die Wiedervereinigung
Zyperns zu demonstrieren." Mehmet Ali Talat, ein Befürworter
der Wiedervereinigung und Kopf der Opposition, wurde neuer Premier.
Verhandlungsführer mit dem Süden, der Uno und der EU bleibt
dennoch weiterhin Denktas.
In einem Patt stehen sich die beiden bisherigen Koalitionspartner
des Nordens UBP und DP und die beiden linken Parteinen CTP von Talat
und BDH von Mustafa Akinci gegenüber. Eine Einigung scheint
außer Reichweite: Talat und Akinci wollen die Teilung Zyperns
bis zum 1. Mai 2004 überwinden, so daß beide Volksgruppen
Zyperns gemeinsam in die EU aufgenommen werden. Die Denktas-Koalition
hält jedoch am Status Quo der Teilung fest.
In der Türkei will auch die oppositionelle, gleichzeitig aber
staatstragende "Republikanische Volkspartei" (CHP) nicht
am Status Quo auf Zypern rütteln. Zu Talat unterhält sie
daher keine Kontakte, wohl aber zu Denktas. Talat beklagt sich dazu,
daß nicht einmal die türkischen Diplomaten mit ihm sprächen.
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