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Die "Führungskräfte" aus Wirtschaft, Medien
und Politik treffen sich vom 28 - 30 April in Warschau (Polen) innerhalb
des WEF zu seinem europäischen Gipfeltreffen. Der europäische
Gipfel fand letztmals in Salzburg statt. Der nachfolgende Gipfel
in Dublin wurde infolge der geplanten Proteste komplett abgesagt
und nun treffen sich die Mächtigen von Europa in Polen. Symbolkräftig
kurz vor dem Beitritt Polens zur europäischen Union die "Führungskräfte"
aus Wirtschaft, Medien und Politik um ihre Pläne zu schmieden.
Themen des WEF in Warschau werden u.a. sein:
- Planung von Reformen hinsichtlich der europäischen Ökonomie,
- gemeinsame Agrarpolitik,
- die Zukunft des Stabilitätspakts,
- der Zeitplan für die nächste Erweiterungsrunde,
- Ankurbelung von Investitionen,
- Konsummärkte in Zentraleuropa,
- die Öl- und Gasindustrie im neuen Europa,
- elektronischer Zahlungsverkehr,
- Aufsichtsbehörden und
- die politischen Auswirkungen eines zweigeteilten Europas.
Die Kritik der Gipfel-GegnerInnen:
Anders als beispielsweise die G8- oder WTO-Gipfel dienen die WEF-Treffen
nicht der Repräsentation, sondern der klaren Verhandlung und
Planung von Strategien zur Umsetzung herrschender Politik.
Und Europa haluziniere sich dabei in Abgrenzung zu ökonomischen
Gegnern wie USA, Rußland und China das soziale und gerechte
Europa herbei. Dieses Konstrukt enthalte ebenso wenig emanzipatorisches
Potential wie alle anderen nationale Gebilde
Die Gegenbewegung zum WEF - das WSF, das Weltsozialforum
Die Gegenbewegung zum WEF ist längst eine gigantische weltweite
Veranstaltung mit lokalen kontinentalen Ablegern geworden: Das WSF,
das Weltsozialforum.
Auch in Warschau findet ein Gegengipfel statt. Wally Geyermann
unterhielt sich mit Dada von Indymedia Polen über die Aktionen
und die geplante Großdemonstration.
Das Interview konnte erst kurz vor der Sendung geführt werden,
daher war es zeitlich nicht mehr möglich die Übersetzung
einzusprechen - Wally Geyermann wird versuchen, Euch nach Dadas
Aussagen eine grobe Übersetzung zu liefern.
Vorlesungen/Präsentationen und Diskussionen/Workshops
Der Gegengipfel zum WEF ist im Normalfall weltweit vernetzt mit
einer sehr starken Zugkraft und einem regen Infofluß.
Wally Geyermann: "Ich hatte diesmal den Eindruck, dass
die Informationen zum Gegengipfel eher tröpfelten und viel
eventuell und wahrscheinlich Adjektive in den Ankündigungen
standen. Woran liegt das?"
Dada dazu: "Ziel des Gegengipfels ist es Kritik an
den derzeitigen ökonomischen Trends und Praktiken zu entwickeln
und ihnen radikale Alternativen gegenüber zu stellen.
Folgenden Themen sollen auf dem alternativen Forum u.a. angesprochen
werden:
- Arbeitsmärkte
- Der Stabilitätspakt
- Geschäfte des Kapitalismus im erweiterten EU - Raum
- Die Auswirkungen von Investitionen in Erweiterungsstaaten
- Die Situation in Bulgarien, Rumänien und der Türkei
- Die russische Wirtschaft und geopolitische Strategie im Lichte
der EU-Erweiterung"
Radio Z wird weiter mit Indymedia Polen in Kontakt bleiben, um
Euch über die Ereignisse in Warschau zu berichten.
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